Mit Abstand die Besten für Rosbach und Rodheim

Mitglieder an der Aufstellungsversammlung der FWG Rosbach/Rodheim

FWG stellt Liste für Stadtverordnetenversammlung auf!

Rosbachs Freie Wähler haben ihre Liste für das Stadtparlament aufgestellt. Unter dem Motto „Mit Abstand die Besten für Rosbach und Rodheim“ hätten sich vierzehn Personen zusammengefunden, die die Kommune in den nächsten fünf Jahren weiter voranbringen wollten, so Vereinsvorsitzender Walter Soff und Fraktionschef Christian Lamping in einer Pressemitteilung.

Spitzenkandidat ist Christian Lamping aus Ober-Rosbach. Der 49jährige Lehrer führt die FWG-Fraktion seit zehn Jahren und leitet außerdem den heimischen Ortsbeirat. Danach kommen der Vorsitzende und Ausschussvorsitzende Walter Soff (Rodheim, 68, Feuerwehrbeamter im Ruhestand) sowie der fünfzigjährige Stadtrat und Wirtschaftsinformatiker Matthias Kopp aus Nieder-Rosbach. Auf Platz vier tritt Rodheims `Bürgermeister´ Rainer Schaub an, der ehemalige Bankkaufmann (72) ist bereits seit 15 Jahren Ortsvorsteher. Auf den Plätzen fünf bis elf kandidiert mit dem 73jährigen Landwirt Gerhard Metzger (Nieder-Rosbach), der Tierärztin Beate Karschny (57, Rodheim), dem Diplom-Ingenieur Gerald Harff (58, Ober-Rosbach), dem ESMR-Techniker Ernst Gruner (63, Rodheim), dem Diplom-Verwaltungswirt Gerd Merkel (58, Ober-Rosbach), der Steuerfachangestellten Johanna Gruner (23, Rodheim) und dem 41jährigen Fachinformatiker Heiko Blecher aus Nieder-Rosbach eine „gute Mischung“ aus `alten Hasen´ und neuen Gesichtern, die im Lauf der letzten Jahre zu den Freien Wählern gestoßen seien und sich gerne auch in die Arbeit der Stadtverordnetenversammlung miteinbringen würden.

Fraktionsvorsitzender Christian Lamping betont, dass mit der 23jährigen Johanna Gruner, Iris Hübner (50, Bürokauffrau aus Nieder-Rosbach, Listenplatz 13) und Heiko Blecher eine deutliche Verjüngung der FWG-Liste stattgefunden habe, bei Heiko Blecher komme ein außerordentliches Engagement im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Umwelt- und Naturschutzes dazu. Auf den weiteren Plätzen folgen Eduard Paduch und Harald Willitsch.

„Ziel der Freien Wähler ist der weitere Ausbau unserer Position als drittstärkste politische Gruppierung der Stadt“, so Fraktionschef Lamping. Man wolle das weiterhin durch eine bürgernahe und auf die Zukunft Rosbachs und Rodheims ausgerichtete unabhängige Politik umsetzen. Lamping wörtlich: „Wir sind kein `Steffen Maar´-Fan-Club, aber die durchdachte und umsichtige Politik Bürgermeister Maars lag meistens auf unserer Linie.“ Lediglich bei der Straßenbeitragssatzung liege man etwas auseinander, da mit den jetzigen Sätzen die Straßenbauprogramme zu einem `Generationenprojekt´ werden würden, wobei in Ober-Rosbach und Rodheim enorme Zeiträume vergingen, bis alle Sanierungsmaßnahmen umgesetzt seien.

Für die Zukunft beschreibt der Fraktionsvorsitzende eine zügige Sanierung des Rodheimer Freibads und des Alten Rathauses in Ober-Rosbach als die zentralen Themen der Freien Wähler. Im Fall des Freibads hätte die FWG mit ihrem Antrag auf Aufnahme in das Landesförderprogramm SWIM im Herbst 2018 die entscheidende `Initialzündung´ dafür geliefert.

Das Fazit der Mitgliederversammlung: Die Freien Wähler hätten „mit Abstand“ die besten Kandidaten, um die beste Politik für Rosbach und Rodheim umzusetzen.

Freie Wähler bestätigen Vorstand und kündigen deutlich verjüngte Kommunalwahllisten an

Ziehen am gleichen Strang: Vorstandsvorsitzender Walter Soff, Fraktionschef Christian Lamping und Schriftführer Matthias Kopp.

Walter Soff bleibt Vorsitzender der FWG Rosbach/Rodheim. Einstimmig bestätigt wurde Soff auf der kürzlich stattgefunden Jahreshauptversammlung. Soff, der auch den Umwelt- und Planungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung leitet, dankte den erschienen Mitgliedern für das Vertrauen und kündigte einen spritzigen und dynamischen Kommunalwahlkampf an.

Ebenfalls wiedergewählt wurde Matthias Kopp als Schriftführer. Kopp, der die Freien Wähler als Stadtrat im Rosbacher Magistrat vertritt, stellte die ersten Ideen des Vorstands für die Kommunalwahl vor.

Fraktionsvorsitzender Christian Lamping berichtete über die Arbeit der FWG-Stadtverordnetenfraktion in den letzten Jahren und legte den Schwerpunkt seiner Ausführungen auf die angestrebte Sanierung des Rodheimer Freibads. Die Freien Wähler hätten mit ihrem Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm SWIM des Landes im Herbst 2018 die entscheidende Weichenstellung dafür geliefert.

In seinem Ausblick auf die in der Zukunft anstehenden Aufgaben konzentrierte sich Lamping auf eine weitere Sanierungsmaßnahme: Für die FWG habe das Alte Rathaus in Ober-Rosbach eine hohe Priorität. Der Fraktionschef betonte, dass diese von vielen Bürgerinnen und Bürgern als sinnvoll empfundene Maßnahme nicht irgendwelchen „Corona-Sparmaßnahmen“ zum Opfer fallen dürfe. Die Freien Wähler würden bei den anstehenden Haushaltsberatungen ein wachsames Auge auf dieses wichtige Projekt haben.

Darüber hinaus kündigte der Fraktionschef für die anstehende Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl Vorschläge mit deutlich verjüngten Kandidatenlisten für die Stadtverordnetenversammlung und die Ortsbeiräte an, Lamping wörtlich: „Die Rosbacher und Rodheimer dürfen sich auf eine gute Mischung aus jungen und unverbrauchten neuen Kandidaten und erfahrenen alten Hasen freuen“.

Gelungenes Zeitzeugengespräch mit Dr. Leon Weintraub

Dr. Leon Weintraub

Am Mittwoch, dem 09. September 2020 um 19.00 Uhr fand in der Adolf-Reichwein-Halle in Rosbach v.d. Höhe ein Zeitzeugengespräch statt: Der 94-jährige Dr. Leon Weintraub, der heute in Stockholm lebt, hat es sich zum Ziel gesetzt, der Welt zu berichten, zu welchen Gräueltaten Menschen fähig sind, was er und seine Familie im Holocaust erleben und erleiden mussten.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde Dr. Weintraub von Stadtrat Herbert See, der den erkrankten Bürgermeister an diesem Abend vertrat, sowie von Herrn Christian Lamping, Ortsvorsteher von Ober-Rosbach, der diesen Abend gemeinsam mit der Kulturabteilung organisiert hatte, ganz herzlich begrüßt. In seiner Begrüßungsrede erklärte der Stadtrat: „Sie, Herr Dr. Weintraub, haben Ihren Vortrag unter das Motto „Ich bin ein Sieger“ gestellt. Ich wünsche mir, dass Menschlichkeit, Toleranz und der europäische Gedanke siegen werden. Nur in einem gemeinsamen Europa werden wir die augenblickliche Krise und den Nationalismus überwinden können. Machen wir uns alle gemeinsam stark dafür!“

Leon Weintraub wurde 1926 in Lodz geboren und musste viele Jahre unter menschenunwürdigen Verhältnissen im Ghetto Litzmannstadt sowie in mehreren Konzentrationslagern leben und Zwangsarbeit leisten. Im August 1944 wurde er mit seiner Familie nach Auschwitz-Birkenau deportiert.
Ganz sachlich erzählte Dr. Weintraub am Mittwochabend ohne Manuskript von seinen damaligen Erlebnissen und beschrieb Dinge, die wir uns in der heutigen Zeit nicht einmal vorzustellen vermögen. So manche Träne rollte, als er beschrieb, wie er den Einmarsch der deutschen Truppen in seiner Heimatstadt erlebte, wie die Selektion der Lagerinsassen in Auschwitz-Birkenau von statten ging oder auch was wirklicher Hunger für ihn bedeutet: „Ihr denkt vielleicht, ihr habt Hunger, wenn ihr mal nach einem langen Tag ohne Zeit für eine Mittagspause nach Hause kommt. Wir konnten uns fünf Jahre und acht Monate nicht satt essen. Der Hunger war allgegenwärtig. Für acht Leute gab es einen Laib Brot, Suppe und Kohlrüben. Wir wurden wie Vieh behandelt. Es war oft kaum zu ertragen.“

Zum Ende seines Vortrags erklärt er, dass er sich für das Leben entschieden hat und deshalb Arzt und Geburtshelfer geworden ist: “Wenn Sie einen Kaiserschnitt machen und ich habe sehr viele Kaiserschnitte gemacht, dann sehen Sie, dass unter der Haut alle Menschen gleich sind. Wir alle werden als Menschen geboren und ich hoffe, dass ihr Menschen bleibt.“

Seine Botschaft ist klar: „Die Erinnerung an das Geschehene lebendig zu halten, ist eine Art Gewähr dafür, dass so etwas nie wieder vorkommt. Das Schlimmste ist das Vergessen.“

Das Video zu diesem Abend kann auf dem Youtube-Kanal der Stadt Rosbach v.d.H. eingesehen werden.

https://youtu.be/K434s6l8ILU