FWG stellt Ober-Rosbacher Ortsbeiratskandidaten vor

Ortsvorsteher Christian Lamping führt Liste an – zügige Sanierung des Alten Rathauses nötig

(Rosbach.-) Die Freien Wähler haben ihre Kandidaten für den Ober-Rosbacher Ortsbeirat vorgestellt: Angeführt wird die Liste vom 49jährigen Ortsvorsteher Christian Lamping. Lamping, der beruflich als Lehrer tätig ist, wurde in der laufenden Wahlperiode bereits zum vierten Mal als Ortsvorsteher gewählt. Für den Pädagogen, der `nebenbei´ auch die Fraktion der FWG in der Rosbacher Stadtverordnetenversammlung leitet, ist die Tätigkeit als Ortsbeiratsvorsitzender fast das bedeutendere Amt, ermögliche dies doch einen viel direkteren Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern. Wichtig sei für ihn auch der intensive Austausch mit den zahlreichen Vereinen, deren Feste einen zentralen Bestandteil der Ober-Rosbacher `Identität´ ausmachten. Dazu gehörten der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr mit dem 1. Mai auf der Kapersburg sowie der Karnevalverein Hasenspringer, die LollyPops der TGO und der FC Ober-Rosbach, die zusammen das Altstadtfest ausrichteten. Weiter zu nennen seien der Obst- und Gartenbauverein mit dem Apfelfest und wiederum der FCO mit dem `Vatertag auf der Kapersburg´ und dem traditionellen Herbstfest des Vereins.

All diese Feste seien keine Selbstverständlichkeiten, sondern kämen nur zustande, weil sich die Vereinsmitglieder teilweise bis zum „Umfallen“ engagierten. Für Lamping, der sich dabei auch immer wieder persönlich einbringt, ist dies der entscheidende Punkt: Die Vereine müssen sich der Unterstützung aus dem Ortsbeirat und der Verwaltung sicher sein können, um ihre Mitglieder immer wieder neu zu diesem starken Engagement motivieren zu können.

Auf Platz 2 der FWG-Liste folgt der 58jährige Diplom-Ingenieur Gerald Harff. Der passionierte Radfahrer engagiert sich als Sprecher des Arbeitskreises radgerechtes Rosbach und setzt sich für eine bessere Anbindung und Taktung des öffentlichen Personennahverkehrs ein. Ein zentrales Element für ihn ist die bessere Verzahnung des ruhenden und fließenden Verkehrs. Dazu kommt seine Forderung nach einer attraktiveren Gestaltung des öffentlichen Raums, so dass eine bessere Aufenthaltsqualität erreicht werden kann. Wichtig für Harff ist auch der Erhalt der Streuobstwiesen, er setzt hier auf neue Konzepte, um eine Stärkung dieser Nutzungsform zu erreichen. Transparenz, Bürgernähe und soziale Verantwortung sind seine Schlagworte.

Der Diplom-Verwaltungswirt Gerd Merkel (58) ist der nächste Bewerber der Freien Wähler. Der Leiter der Arbeitsvermittlung im Jobcenter des Hochtaunuskreises will das Vereinsleben und die ehrenamtliche Arbeit stärken und betont deren Bedeutung für ein harmonisches Zusammenleben in der Stadt. Vielen Rosbachern ist Merkel als langjähriger Protokoller in den Prunksitzungen der Hasenspringer bekannt.

Platz 4 der Liste nimmt der achtzigjährige Frank Lompa ein, der sich lange Jahre im Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins eingebracht hat und noch immer bei der Erstellung der Rosbacher Geschichtsblätter mitwirkt. Daneben verwaltet er als Schatzmeister die Finanzen der Rosbacher FWG.

Allen Bewerbern gemeinsam ist die Forderung nach einer schnellen Sanierung des historischen Alten Rathauses von Ober-Rosbach. Insofern begrüßten die Freien Wähler den jetzt seitens des Bürgermeisters vorgelegten Haushalt, der im Investitionsprogramm für die Jahre 2022 bis 24 insgesamt 2,5 Mio. € (2022 – 200.000€, 2023 – 1,7 Mio. € und 2024 noch einmal 600.000€) an Ausgaben vorsieht.

Mit Abstand die Besten für Rosbach und Rodheim

Mitglieder an der Aufstellungsversammlung der FWG Rosbach/Rodheim

FWG stellt Liste für Stadtverordnetenversammlung auf!

Rosbachs Freie Wähler haben ihre Liste für das Stadtparlament aufgestellt. Unter dem Motto „Mit Abstand die Besten für Rosbach und Rodheim“ hätten sich vierzehn Personen zusammengefunden, die die Kommune in den nächsten fünf Jahren weiter voranbringen wollten, so Vereinsvorsitzender Walter Soff und Fraktionschef Christian Lamping in einer Pressemitteilung.

Spitzenkandidat ist Christian Lamping aus Ober-Rosbach. Der 49jährige Lehrer führt die FWG-Fraktion seit zehn Jahren und leitet außerdem den heimischen Ortsbeirat. Danach kommen der Vorsitzende und Ausschussvorsitzende Walter Soff (Rodheim, 68, Feuerwehrbeamter im Ruhestand) sowie der fünfzigjährige Stadtrat und Wirtschaftsinformatiker Matthias Kopp aus Nieder-Rosbach. Auf Platz vier tritt Rodheims `Bürgermeister´ Rainer Schaub an, der ehemalige Bankkaufmann (72) ist bereits seit 15 Jahren Ortsvorsteher. Auf den Plätzen fünf bis elf kandidiert mit dem 73jährigen Landwirt Gerhard Metzger (Nieder-Rosbach), der Tierärztin Beate Karschny (57, Rodheim), dem Diplom-Ingenieur Gerald Harff (58, Ober-Rosbach), dem ESMR-Techniker Ernst Gruner (63, Rodheim), dem Diplom-Verwaltungswirt Gerd Merkel (58, Ober-Rosbach), der Steuerfachangestellten Johanna Gruner (23, Rodheim) und dem 41jährigen Fachinformatiker Heiko Blecher aus Nieder-Rosbach eine „gute Mischung“ aus `alten Hasen´ und neuen Gesichtern, die im Lauf der letzten Jahre zu den Freien Wählern gestoßen seien und sich gerne auch in die Arbeit der Stadtverordnetenversammlung miteinbringen würden.

Fraktionsvorsitzender Christian Lamping betont, dass mit der 23jährigen Johanna Gruner, Iris Hübner (50, Bürokauffrau aus Nieder-Rosbach, Listenplatz 13) und Heiko Blecher eine deutliche Verjüngung der FWG-Liste stattgefunden habe, bei Heiko Blecher komme ein außerordentliches Engagement im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Umwelt- und Naturschutzes dazu. Auf den weiteren Plätzen folgen Eduard Paduch und Harald Willitsch.

„Ziel der Freien Wähler ist der weitere Ausbau unserer Position als drittstärkste politische Gruppierung der Stadt“, so Fraktionschef Lamping. Man wolle das weiterhin durch eine bürgernahe und auf die Zukunft Rosbachs und Rodheims ausgerichtete unabhängige Politik umsetzen. Lamping wörtlich: „Wir sind kein `Steffen Maar´-Fan-Club, aber die durchdachte und umsichtige Politik Bürgermeister Maars lag meistens auf unserer Linie.“ Lediglich bei der Straßenbeitragssatzung liege man etwas auseinander, da mit den jetzigen Sätzen die Straßenbauprogramme zu einem `Generationenprojekt´ werden würden, wobei in Ober-Rosbach und Rodheim enorme Zeiträume vergingen, bis alle Sanierungsmaßnahmen umgesetzt seien.

Für die Zukunft beschreibt der Fraktionsvorsitzende eine zügige Sanierung des Rodheimer Freibads und des Alten Rathauses in Ober-Rosbach als die zentralen Themen der Freien Wähler. Im Fall des Freibads hätte die FWG mit ihrem Antrag auf Aufnahme in das Landesförderprogramm SWIM im Herbst 2018 die entscheidende `Initialzündung´ dafür geliefert.

Das Fazit der Mitgliederversammlung: Die Freien Wähler hätten „mit Abstand“ die besten Kandidaten, um die beste Politik für Rosbach und Rodheim umzusetzen.

Europa besser machen – So kann Integration gelingen

„Europa besser machen – So kann Integration gelingen“ war das Motto einer  Veranstaltung der FWG Rosbach/Rodheim. Im Beisein von Bürgermeister Steffen Maar konnte Fraktionsvorsitzender Christian Lamping den Freie Wähler-Landesvorsitzenden Engin Eroglu und einen jungen Mann aus Syrien begrüßen, dessen Bruder im Bürgerkrieg sein Leben verlor. Er flüchtete über die Türkei nach Deutschland und kam überStationen in Meißen und Dresden schließlich in die Wetterau. Heute ist er im Rosbacher Bauunternehmen BV Hoch & Tiefbau tätig und aus der Firma praktisch „gar nicht mehr wegzudenken“, wie es der Unternehmensvertreter Peter Berger begeistert formuliert: „Er hat sich in kürzester Zeit in komplexe Sachzusammenhänge spezieller Bau-Software eigearbeitet und verantwortet diesen Bereich mittlerweile selbständig, obwohl er erst seit Mitte März bei uns angestellt ist und vorher ein dreimonatiges Praktikum absolviert hat“.

Engin Eroglu kam bei dieser Schilderung selbst aus dem Staunen nicht heraus, Es sei ein Musterbeispiel für gelungene Integration in Deutschland. Leider interessiere sich niemand für diese positiven Beispiele, sondern stets liege der mediale Schwerpunkt bei Problemfällen und Straftätern. Die vielen Menschen aber, die aus dem syrischen Bürgerkriegsgebiet nach Deutschland gekommen seien, sich hier absolut gesetzeskonform verhielten, hier arbeiteten und Steuern zahlten, würden einfach nicht wahrgenommen.

„Es ist deshalb an der Zeit, das Schwarz-Weiß-Denken zu beenden und stattdessen den Menschen selbst wieder in den Mittelpunkt zu rücken“, betonte der FW-Landesvorsitzende in seinem Redebeitrag.
Eroglu plädierte für mehr Augenmaß und riet den Anwesenden, bei den kommenden Wahlen von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und dabei nicht „rechten Rattenfängern auf den Leim zu gehen“, die die Realität ganz bewusst verbiegen würden.

Eine Stimmabgabe für die Freien Wähler biete die Gewähr dafür, dass zielgerichtet an den Problemen gearbeitet und nicht nur `kruden Ideologien´ der Weg bereitet würde.