fünfte Ortsbegehung `Wo drückt der Schuh?´ – FWG erneut in Nieder-Rosbach

(Rosbach v. d. Höhe).- `Wo drückt der Schuh?´ heißt es wieder bei der FWG Rosbach/Rodheim. Diesmal geht es erneut nach Nieder-Rosbach, am Samstag, den 26. Juli trifft man sich um 14:00 Uhr am Eingang des NORMA-Markts, nach etwa einer Stunde ist eine Aussprache am Ahornplatz geplant.
Auch hier wird es wieder um die Interessen und Belange der Bürger gehen, die die Ziele der Ortsbegehung bestimmen können, um Kritik oder auch Lob bei den Ortspolitikern loswerden zu können.

„Bürgerinteressen sind in Rosbach nicht gefragt“

FWG und IG Hopfengärten enttäuscht über andere Fraktionen
(Rosbach v. d. Höhe).- Enttäuscht reagieren die Freien Wähler und die Interessengemeinschaft `Alte Hopfengärten´ auf den in der Stadtverordnetenversammlung erfolgten Beschluss des Bebauungsplans. (Wir berichteten mehrfach.)

Es sei zwar erfreulich, dass man drei Grünen-Vertreter beim Ortstermin am vergangenen Wochenende habe überzeugen können, die Planung ebenfalls abzulehnen, es irritiere aber doch sehr, dass keine Fraktion mit nur einem Wort auf die zentralen Ablehnungsgründe von IG und FWG eigegangen sei.
Freie Wähler-Fraktionsvorsitzender Christian Lamping hatte in seinem Beitrag im Stadtparlament betont, wie wichtig im Moment die Schaffung zusätzlicher Grünflächen ist, um noch höheren Temperaturen im Sommer entgegenzuwirken. Die Stadt selbst habe dies bei den ersten Planungen für das Baugebiet „Belgesbaum“ in Rodheim bereits eindrucksvoll berücksichtigt, aber für die Situation in Ober-Rosbach scheine das Gegenteil zu gelten: Der Stadtverordnetenbeschluss lege `wortwörtlich die Axt´ an den wertvollen alten Baumbestand, der bisher eine wichtige ökologisch Nische darstellt.

„Noch“ die grüne Lunge Rosbachs – die `alten Hopfengärten´ aus ungewohnter Perspektive

„Statt die Probleme ernst zunehmen, tun die übrigen Fraktionen so, als gebe es sie gar nicht. Man hat fast den Eindruck, als befände sich Ober-Rosbach auf einem anderen Planeten, wo die Klimaerwärmung keine Schwierigkeit darstellt“, so Lamping wörtlich.
Claudia Reimer von der Interessengemeinschaft ergänzt, dass vielen Ober-Rosbachern noch gar nicht bewusst ist, wie schwerwiegend der Verlust der Hopfengärten wirklich sei, da die kühlende Wirkung in den Sommermonaten ja im Moment eine `Selbstverständlichkeit´ darstelle, die aber mit der künftigen Bebauung wegfalle.
Reimer betont, dass sich die IG mit ihren 100 Unterstützern von der städtischen Politik größtenteils nicht ernstgenommen fühle, da sich trotz zahlreicher Gespräche der Eindruck verfestigt habe, die „Bebauung solle jetzt durchgedrückt werden, komme was da wolle. Es ist für uns ein Rätsel, wie die Rosbacher Parteien vor diesem Hintergrund und der anstehenden Kommunalwahl neue Mitglieder gewinnen wollen, wenn die Interessen der Bürger derart mit Füssen getreten werden.“ Die Interessengemeinschaft bedanke sich deshalb ausdrücklich bei der FWG und den drei Grünen-Stadtverordneten für die Unterstützung ihrer Anliegen.

Freie Wähler-Bundestagskandidat Cenk Gönül und Bürgermeister Steffen Maar zu Gast bei der FWG

Rosbach v. d. Höhe).- Erstmals seit dem Pandemiejahr 2020 haben Rosbachs Freie Wähler wieder ein Neujahrsessen für die Mitglieder ausgerichtet. Der von der FWG unterstützte Bürgermeister Steffen Maar war ebenso wie Bundestagskandidat Cenk Gönül mit von der Partie. FWG-Vorsitzender Christian Lamping dankte Maar für die gute Zusammenarbeit und gratulierte mit einem Geschenk zur im letzten Jahr erfolgten Wiederwahl. Maar nutzte sein Grußwort und betonte den Schulterschluss mit der FWG, um die schwierigen Zukunftsprobleme der Stadt lösen zu können. Die in den nächsten Jahren anstehende Sanierung der Eisenkrain-Sporthalle bringe eine enorme Kostenbelastung mit sich und treffe gleichzeitig auf eine problematische wirtschaftliche Situation, die für stagnierende Steuereinnahmen der Stadt sorge.

Strahlende Gesichter beim FWG-Vorsitzenden Christian Lamping, dem Rosbacher Bürgermeister Steffen Maar und dem Freie Wähler-Bundestagskandidaten Cenk Gönül (von links)

Freie Wähler-Bundestagskandidat Cenk Gönül bedankte sich für die Einladung und bezeichnete die Bundestagswahlen als entscheidend für die Zukunft Deutschlands. Die in Rosbach und Rodheim so spürbaren Probleme mit der ÖPNV-Anbindung seien leider kein Einzelfall, sondern die `traurige Realität´ selbst auf vielen hessischen Hauptbahnlinien, wo selbst durchgehende Zugverbindungen nach Frankfurt ausfielen, da Zugführer und Fahrdienstleiter erkrankt seien und kein Ersatz möglich sei. Gönül, der auch Kreistagsabgeordneter ist, betonte, dass er sich in jedem Fall diesen Problemen widmen und zu ihrer Lösung beitragen wolle.

Anschließend genossen Gönül, Maar und die Freien Wähler das exzellente Essen des `Lava´ in Rosbach.